Osterkerze 2020 der Johanneskirche - Evangelische Kirchengemeinde Gütersloh

Als ich die Osterkerze für dieses Jahr bestellt habe, kannten wir das Wort „Corona“ noch nicht. Und dass wir sie am Ostersonntag nur in der leeren Kirche anzünden können, wussten wir auch noch nicht.

Und doch ist die Botschaft der diesjährigen Kerze aktueller denn je.

Sie zeigt den Erdball – und damit, dass wir nur diese eine Erde haben und dass diese Erde kleiner ist, als wir manchmal denken. Ein kleiner Virus reicht, um das Leben auf ihr aus den Fugen zu heben.
Sie zeigt die Friedenstaube – und weist darauf hin, dass all die kriegerischen Auseinandersetzungen, die es gibt, nach Gottes Willen nicht sein dürfen.
Und sie zeigt den Regenbogen – er erinnert an Gottes Versprechen: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (1. Mose 8,22) Es ist das Versprechen, dass Gott seine Schöpfung und uns als seine Geschöpfe nicht vergisst. So ein Versprechen tut gerade in einer Krisenzeit gut.

Die Botschaft dieser Symbole wird uns – wenn wir wieder Gottesdienst feiern können – durch das Jahr hindurch bis zum nächsten Osterfest begleiten.

Die Erinnerung an die „eine Erde, die Gott uns anvertraut hat“, und an „Gottes unbedingten Willen zum Frieden“ und an sein „Versprechen“ sind „notwendige“ Gedanken. Sie „wenden Not“, weil sie zur Schöpfungsbewahrung und zum Frieden einladen. Und Gottes Versprechen will uns den Mut und die Kraft geben, uns diesen Aufgaben zu stellen.

Wie gesagt: Als ich diese Kerze bestellt habe, wusste ich noch nicht, wie aktuell ihre Symbolik Ostern 2020 sein wird – und wie ermutigend ihre Botschaft ist.

Ihr Pfarrer Ulrich Klein

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