Heute ist vieles anders als früher. Das gilt auch für die Konfi-Zeit der Jugendlichen. Statt Schulunterricht, Theorie und Auswendiglernen stehen heute erlebnisorientiertes Lernen, Praxis, Ausprobieren und Erfahren im Mittelpunkt der Konfi-Zeit. Sie dauert auch nicht mehr 2 ( oder ganz früher 3 ) Jahre, sondern nur noch knapp 1 ½ Jahre. Und im Mittelpunkt steht das Konfi-Camp in den ersten 8 Tagen der Sommerferien.

Los geht es Anfang des Jahres mit 8 Blöcken ( je ca. 3 Stunden ) dienstags im CV-Haus in der Moltkestraße. In dieser Zeit lernen wir uns gegenseitig kennen. Wichtig ist auch, dass neben uns Pfarrern ehrenamtliche Teamerinnen und Teamer – und auch Insa Jacobsen als Hauptamtliche – die ganz Konfi-Zeit hindurch die Gruppe begleiten. So werden Konfirmandenunterricht und Jugendarbeit von Anfang an miteinander verbunden. Nach den 8 wöchentlichen Blocks geht es dann bis zur Konfirmation mit monatlichen KU-Blöcken weiter. Durch die Einbindung der Teamerinnen und Teamer wird viel in Kleingruppen gearbeitet und Leben und Lernen wird dabei miteinander verbunden.

Nach einem guten halben Jahr ist das Konfi-Camp dann der Höhepunkt für viele Jugendliche. In den 8 Tagen verbinden wir intensive Unterrichtsblöcke mit einem vielseitigen Freizeitangebot und einem großen Event. So haben wir die 8 Tage eine Band mit professioneller Bühnentechnik dabei. Schon bei der Morgenandacht kommt bei den ca. 700 Konfi’s und den Helferinnen und Helfern Stimmung auf, die abends bei der Showtime ihren Höhepunkt erreicht.

Mit der verbindenden Erfahrung dieses Camps geht es nach den Sommerferien bis zur Konfirmation im nächsten Frühjahr mit den monatlichen KU-Einheiten in der Johanneskirche weiter.

Im Jahr der Konfirmation haben die Jugendlichen die Möglichkeit im Sommer ins Trainee-Camp zu fahren. Es findet auf dem Gelände des Konfi-Camps statt. Die Jugendlichen erleben so noch einmal etwas von ihrem eigenen Camp mit, aber ihnen werden auch erste Schritte hin zu einer Jugendgruppenleiter-Ausbildung vermittelt. Diese können sie anschließend im CVJM abschließen. Und dann freuen sie sich, wenn sie mit 16 Jahren und ihrer frisch erworbenen JULEIKA (Jugendleiterkarte) als Teamerin oder Teamer mit aufs Konfi-Camp dürfen und beim Unterricht mitmachen. Dort wenden sie an, was sie gelernt haben, und übernehmen Verantwortung.

Seit 2005 ist das Konfi-Camp und die neue Unterrichtsform, die sich daraus ergibt, im Kirchenkreis Gütersloh ein Erfolgsmodell, denn viele Jugendliche bleiben auch nach ihrer Konfirmation der kirchlichen Jugendarbeit verbunden und werden sogar zu ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.