Wege der Stille in der Matthäuskirche - Evangelische Kirchengemeinde Gütersloh

Geh in deinen eignen Grund
inwendig im Innersten der Seele
da ist dein Leben
und da allein lebst du
(Meister Eckhart)

 

Abendgebet in der Wochenmitte

In den Aktivitäten unseres Alltags und des Gemeindelebens soll es in der Mitte der Woche einen Ort der Stille und des Gebets geben. Wir bieten einen Raum, in die Stille zu gehen, zu hören, zu singen und mit Leib und Seele zu beten, um gestärkt in unseren Alltag zu gehen.

Für das Abendgebet ist an jedem Mittwoch (außerhalb der Schulferien) die Kirche geöffnet. Es beginnt um 19:30 Uhr und folgt einem einfachen Ablauf von Gebet, Liedern, Schriftlesung, Stille und Segen. Um 19:55 Uhr endet das Abendgebet. Ab 19:00 Uhr ist es möglich, in der Kirche auf Bänkchen oder Stühlen in der Stille zu sitzen. In dieser Gebetsform geht es darum, sich mit seiner Person der Gegenwart des lebendigen Gottes hinzuhalten: einfach da sein und schweigen. Zum Sitzen in der Stille sind auch Neugierige und AnfängerInnen willkommen.

Wir geben gerne eine kleine Einführung.

Wüstenzeit

„Durch Corona leben wir eh schon in einer Wüstenzeit“ schrieb kürzlich eine Frau aus unserer Gemeinde. Vermutlich könnten auch andere das so benennen.

Im Kirchenjahr steht jetzt die Fasten- oder Passionszeit an. Sie wird in der geistlichen Tradition oft als Wüstenzeit bezeichnet. Immer wieder suchen in der biblischen Tradition Menschen die Wüste auf, den Ort der Leere, des Verzichts, der Kargheit. Gleichzeitig und damit verbunden steht die Wüste auch dafür, dass die Alltagsumstände ausgeblendet sind. Das, was ablenken kann, steht nicht zur Verfügung. Und so wird der Blick auf das eigene Leben freier: Was bewegt mich? Was will verändert werden? Wo spüre ich eine Sehnsucht? Wo begegnet mir möglicherweise ein Ruf Gottes?

Vielleicht können aus der Fastenzeit gerade in diesem Jahr wichtige Impulse erwachsen.

Wir regen an, die Fastenbriefe von „Andere Zeiten“ (www.anderezeiten.de) zu bestellen. So können wir verbunden mit vielen anderen „corona-konform“ den Weg durch die Wüstenzeit 2021 suchen.

Schweige und Höre - Exerzitien im Alltag als Zoom-Experiment

Die Exerzitien sind ein Angebot für Menschen, die auf der Suche danach sind, Gott in ihrem Alltag mehr Raum zu geben. Wir verstehen sie so als Spurensuche: Wer bin ich? Was ist meine Lebensberufung? Wie kann ich meiner Herzensbewegung folgen? Wie kann ich überhaupt erst mit dieser in Verbindung kommen?

Exerzitien, was ein geistliches Üben bedeutet, wollen uns immer tiefer an das Geheimnis Gottes und das Geheimnis unserer Person heranführen.

In den Exerzitien wenden wir uns achtsam dem Erspüren unseres Leibes  zu, üben  das kontemplative Gebet in der Stille und lassen uns von einer biblischen Geschichte orientieren.

Sich während vier Wochen in der Passionszeit auf diesen Weg zu begeben, bedeutet konkret:

  • ich entscheide mich verbindlich für eine Teilnahme;
  • ich bin bereit, mir täglich 20-30 Minuten Zeit zu nehmen, um mich einzuüben in Stille vor Gott und Achtsamkeit für mein Leben
  • ich treffe mich in der Zeit vom 22. Februar bis zum 22. März 2021 einmal pro Woche für etwa zwei Stunden in einer Zoomkonferenz mit der Gruppe zu Austausch und gegenseitiger Stärkung, bekomme Anregungen für den Übungsweg und teile mit den anderen eine Gebetszeit der Stille
  • ich bekomme das Angebot für Einzel-Begleit-Gespräche in dieser Zeit.

Die Gruppentreffen finden jeweils am Montag um 20.00 Uhr als Zoom-Konferenz statt. Wir beginnen am Montag, den 22.Februar mit einem ersten Treffen. Nach diesem ersten Abend, der auch der Einführung dient, ist Gelegenheit, sich verbindlich für die Teilnahme zu entscheiden.

Nähere Informationen und Anmeldung bei Pfr. Stefan Salzmann Tel: 05241/532683, e-mail:  und Presbyterin Dr. Susanna Matt-Windel, Tel. 05241/708271, e-mail:

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