Im November 2017 bin ich im Rahmen einer Fortbildung auf Sri Lanka gewesen. Über die VEM ( Vereinte evangelische Mission ) haben wir von Westfalen Kontakt zu einer kleinen Methodistischen Kirche dort.

Sie wissen: Sri Lanka ist eine Insel an der Südspitze Indiens, die sowohl ethnisch als auch religiös gespalten ist. Tamilen im Norden und Singalesen im Süden sind Hindus, Moslems, Buddhisten und Christen. Lange gab es einen blutigen Krieg zwischen den verschiedenen Nationen und Religionen.

Zur kleinen Methodistische Kirche mit etwa 40.000 Gemeindegliedern gehören nun sowohl Tamilen als auch Singalesen. Und von ihr geht eine Initiative aus, die ich sehr bemerkenswert finde.

Ein Beispiel hierfür:
In einem Dorf haben die Bauern jahrzehntelang von der Regierung subventionierten Kunstdünger und Pflanzen“schutz“mittel auf ihre Äcker ausgetragen. Viel hilft viel! Und dann war ihr Grundwasser verseucht und immer mehr Menschen litten an Nierenerkrankungen. Auf Initiative der methodistischen Gemeinde haben sich der Pfarrer, der Hindu-Priester, der buddhistische Mönch und der muslemische Vorbeter zusammengetan und haben ein Projekt ins Leben gerufen, das allen Menschen in diesem Dorf geholfen hat.
Zum einen wurde gemeinsam eine Trinkwasseraufbereitung angeschafft und betrieben, die unbedenkliches Trinkwasser für die Dorfbewohner zur Verfügung stellt. Und zum anderen gab es eine medizinische Reihenuntersuchung, um Nierenschäden möglichst früh zu erkennen und zu therapieren.
Und über den Umgang mit Dünger und Pflanzengift wurde auch neu nachgedacht.

Multiethnisch und multireligiös wurde so die Gesundheit und die Zukunft der Menschen in diesem Dorf entscheidend verbessert.

Ich fand das Projekt sehr beeindruckend. Und ich habe mich gefragt: Kann das nicht auch ein Ansatz für uns sein ? Zusammen mit allen Menschen, die bei uns leben, zu fragen: „Wie können wir die Lebenssituation für alle Menschen in unserer Siedlung oder unserer Stadt verändern ?“

Am 18. März 2019 werde ich im Rahmen des „Montagabend-für-alle“ um 20.00 Uhr einen ausführlichen Vortrag über diese Reise halten.

Ihr Ulrich Klein, Pfarrer