Aktuelles & Termine Archive - Seite 8 von 44 - Evangelische Kirchengemeinde Gütersloh

Die Tour zum Siebzigsten
Freitag, 16. Oktober 2026, Beginn: 20:00 Uhr
Apostelkirche Gütersloh, Am Alten Kirchplatz 1

Beginn Konzert: 20:00 Uhr; Einlass: 19:30 Uhr
VVK: 39 € zzgl. VVK Gebühr; Abendkasse: 47 €
Tickets unter www.reservix.de sowie bei bekannten VVK-Stellen

Eine Veranstaltung der Stadtkirchenarbeit der Evangelischen Kirchengemeinde Gütersloh.

PURPLE SCHULZ wird siebzig. Und? Macht weiter. Macht Musik. Geht auf Tour. „Ich hab nicht ewig Zeit“ heißt das neue Programm. Keine Klage, kein Rückblick, kein Abschied. Sondern eine klare Ansage. Und der Soundtrack zu einer Entscheidung: Mach es jetzt! Seine Songs begleiten Generationen – darunter Hits wie “Sehnsucht“, „Verliebte Jungs“ oder „Kleine Seen“. Doch PURPLE SCHULZ ist mehr als seine Erfolge. Sein Repertoire porträtiert persönliche Brüche, greift gesellschaftliche Fragen auf und hat bis heute nichts von seiner Dringlichkeit verloren. Auch die vertrauten Songs klingen heute anders: dichter, klarer, unmittelbarer. Das neue Programm knüpft daran an. Es geht um Tempo und Innehalten, um Lärm und Klarheit, um das Private im Politischen – und umgekehrt. Ein Abend mit Haltung, Humor und Substanz.
PURPLE SCHULZ verbindet das Intime mit dem Allgemeingültigen, das Verletzliche mit dem Standhaften. Er besingt die Zeit nicht – er hinterfragt sie. Musikalisch bleibt er unberechenbar beweglich, wechselt am Keyboard mühelos zwischen Pop, Chanson und kammermusikalischer Dichte. Und auf der 22-saitigen Harpejji – einer Kreuzung aus Klavier und Gitarre – entsteht ein Klang, der sofort wirkt: klar, nah, unverwechselbar. Ein Instrument, das man selten hört und nicht mehr vergisst. An der Gitarre: Norman Keil.
Seit vielen Jahren als Songwriter und Musiker auf deutschen Bühnen unterwegs, bringt er Timing, Präsenz und ein feines Gespür für Dynamik mit und verleiht den Songs zusätzliche Tiefe und Energie. Keine Nostalgie, kein Rückblick. Sondern ein Abend, der etwas will: zum Zuhören einladen, zum Nachdenken anstiften, zum Mitfühlen bewegen. Ein Abend mit Haltung. Und Songs, die bleiben.

Endlich ist er da: Der Sternenkinder-Erinnerungsstein auf dem Neuen Evangelischen Stadtfriedhof (Friedhofsstraße 44).
Der Bildhauer hat einen alten Granitstein, der in den Besitz des Friedhofs übergegangen war, zu einem zeitgemäßen Kunstwerk umgearbeitet: Mit goldenen Sternen, die schon von weitem leuchten. Ein bunter Regenbogen weist zum Himmel hin, und der Psalmvers auf der Rückseite fasst es in Worte: „Gott heilt die zerbrochenen Herzen. Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen“.
Zweimal im Jahr werden die still geborenen Kinder aus dem Klinikum Gütersloh, deren Eltern sich nicht für eine individuelle Bestattung entschieden haben, in einer gemeinsamen Urne auf dem Kindergrabfeld des Stadtfriedhofs beigesetzt. Pastorin Anette Kleine, evangelische Krankenhausseelsorge im Klinikum Gütersloh: „Ich finde, der Stein ist sehr schön geworden. Es ist uns wichtig, dass es auch für diese kleinen Menschen, die während der Schwangerschaft oder Geburt gestorben sind, eine feierliche Beerdigung gibt. Das hilft den Eltern auf dem Weg der Trauer.“ Manche Familien kommen von weit her und kennen sich auf dem Friedhof nicht aus. „Hoffentlich finde ich das Grab später wieder“, sagte eine junge Mutter, die sich vorgenommen hatte, noch öfter herzukommen, um hier mit ihren Gedanken bei ihrem Kind zu sein, dass zu krank war, um leben zu können.
“Wir haben uns einen Erinnerungsstein gewünscht, damit für alle gut zu erkennen ist: Hier sind die Sternenkinder begraben, sagt Pastorin Kleine.

Die Bürgerstiftung Gütersloh hat bei der Umsetzung, mit einer sehr großzügigen Spende, unterstützt. Herzlichen Dank!

So ist mitten auf dem Friedhof ein guter Erinnerungsort entstanden für Eltern, die ihr Kind verloren haben. Der Gärtner hat neben dem Stein ein Apfelbäumchen gepflanzt. Im Frühjahr wird es dort blühen. Zusätzlich ist eine Bank aufgestellt worden für Menschen, die in Ruhe ihren Gedanken und Gefühlen nachgehen oder mit anderen, die sich dazu setzen, ins Gespräch kommen möchten.

Am 14. Dezember, dem Weltgedenktag für die verstorbenen Kinder, lädt die Ev. Krankenhausseelsorge Gütersloh zu einer Erinnerungsandacht ein: Für Eltern, die ein Kind während der Schwangerschaft oder während der Geburt verloren haben, auch wenn der Verlust schon lange zurückliegt und auch wenn die Kinder nicht hier beerdigt sind. Geschwister, Großeltern, Zugehörige sind ebenfalls herzlich willkommen. Pastorin Anette Kleine: „Wir beginnen um 15.00 Uhr mit einem Lichterritual in der Friedhofskapelle und gehen dann gemeinsam zur Grabstätte. Wie gut, dass auch die dunklen Nächte unseres Lebens nicht ohne Sterne sind.“
Die Erinnerungsandacht für die Sternenkinder findet am Sonntag, 14. Dezember um 15.00 Uhr in der Friedhofskapelle, Friedhofsstraße 44 statt. Kontakt: Pastorin A. Kleine, Tel. 05241-83 29140

Rondo Vocale – der Name dieses Chores ist in doppelter Hinsicht Programm. Nicht nur dass sich das Ensemble unter der Leitung des Gütersloher Kantors Rainer Timmermann seit über 25 Jahren der Vokalmusik widmet, nein – man nimmt auch den ersten Teil des Namens wörtlich: Ein Rondo ist bekanntlich ein mehrteiliges Musikstück, in dem ein Teil ständig wiederkehrt. Das ständig wiederkehrende Element im Leben des besagten Chores sind seine Auslandsreisen zu den deutschsprachigen evangelischen Gemeinden jenseits der deutschen Grenzen. Ging es im letzten und vorletzten Jahr nach Lissabon und Gran Canaria, so war diesmal Barcelona das Ziel. Und da in einem Rondo der wiederkehrende Teil nicht immer genau gleich ist, sondern ein wenig variiert wird, so gingen 2025 mit den Gesangsstimmen drei Instrumentalistinnen mit auf die Reise. Ziel war die deutschsprachige evangelische Martin Luther-Gemeinde Barcelona. In ihrer Kirche gab man am 31. Oktober ein Konzert. Passend zum Reformationstag standen Vertonungen des Liedes „Ein feste Burg ist unser Gott“ von Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach, Johann Crüger und anderen auf dem Programm. Hinzu kamen Werke von Dietrich Buxtehude, Arcangelo Corelli, Felix Mendelssohn-Bartholdy und anderen. Natürlich verschmähten die Reisenden auch nicht das, was Barcelona außer dem Aufführungsort sonst noch zu bieten hat: Von Antoni Gaudi und Paella bis hin zu dem Ende Oktober/Anfang November noch sehr milden Wetter, das den Musikern abendliche gemütliche Runden im Freien bescherte. Selbstredend ließen sie es sich nicht nehmen, auch den Gottesdienst am folgenden Sonntag musikalisch zu gestalten und im Anschluss Gastfreundlichkeit und Geselligkeit im Kirchgarten der Martin Luther-Kirche bei Kaffee, Gebäck und Wein sowie spannende Begegnungen zu genießen. Ein besonderer Genuss war es auch, als das Ensemble am Nachmittag „die Seite wechselte“, indem es im Palau des Musica, dem Musikpalast von Barcelona, im Zuschauerraum Platz nahm, um einem Konzert des Cor Jove de l’Orfeó Català zu lauschen. Auch dort hatten Schütz, Bach und Mendelssohn-Bartholdy einen erheblichen Anteil am Programm. Besonders interessant war es dabei, die katalanischen Sänger auf Deutsch singen zu hören. Am Ende des Konzertes gab es als Zugabe Mendelssohns „Verleih uns Frieden“, das auch zwei Tage vorher im Konzert von Rondo Vocale erklungen war. So schloss sich ein Kreis – wie bei einem Rondo.

Text: Axel Koehler

Back to top