29/05/2026 0 Kommentare
Entwidmungsgottesdienst
Entwidmungsgottesdienst

Wer sich vom Gemeindezentrum und von der Kirche verabschieden möchte, ist herzlich eingeladen. Danach gibt es Zeit für Erinnerungen bei Kaffee und Würstchen. Die Kirche wäre dieses Jahr 63 Jahre alt geworden. Eingeweiht wurde sie am 3. Advent 1963, mitten im Winter.
Am Gottesdienst zur Einweihung nahmen damals mehr als 400 Gemeindeglieder teil, außerdem der Architekt Prof. K.W. Ochs, der Bezirkspfarrer Niels Schaefer und die Presbyter Rudolf Nonnenberg und Werner Pferdmenges, die viel dazu beitrugen, dass die Kirche gebaut werden konnte. Der noch junge Stadtteil, in dem viele Menschen nach Krieg und Flucht eine neue Heimat gefunden hatten, bekam eine einladende Mitte. Hierzu gehörte auch der markante Turm mit den 5 Glocken.
Dank der hohen Spendenbereitschaft der Gemeindeglieder, konnte drei Jahre später eine hochwertige Orgel der Schweizer Firma Metzler eingebaut werden. Eine große Anzahl ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgte über Jahrzehnte für ein vielfältiges Gemeindeleben mit einer starken Frauenhilfe, viel Kirchenmusik durch Bläser- und Vokalchöre, eine lebendige Kinder- und Jugendarbeit und fröhliche Gemeindefeste.
Als gewählte Pfarrerinnen und Pfarrer waren tätig: Niels Schaefer, Hans-Wilhelm Siebold, Fritz Stegen, Gunda Hansen, Hans-Jörg Rosenstock und Eckhard Heidemann. Sie feierten in dieser Kirche sonntägliche Gottesdienste, Taufen, Trauungen, Konfirmationen und die Festgottesdienste des Kirchenjahres. Zum Guten Hirten gehörte auch immer eine KiTa. Zunächst befand sie sich an der Austernbrede. Später zog sie in die ehemalige Epiphaniaskirche am Postdamm.
Der Beschluss, sich vom Gemeindezentrum „Zum Guten Hirten“ zu trennen, ist für viele Gemeindeglieder sehr schmerzhaft. Die Gründe liegen in den zurückgehenden finanziellen und personellen Ressourcen der Kirchengemeinde und den hohen Energiekosten der Hallenkirche - über die sich die Gründer damals noch keine Gedanken machten. Das Gemeindezentrum „Zum Guten Hirten“ war mehr als sechs Jahrzehnte lang ein prägender Ort für unzählige Menschen.
Wir danken allen, die dazu beigetragen haben!
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