21/01/2026 0 Kommentare
Wir verabschieden uns von der Johanneskirche
Wir verabschieden uns von der Johanneskirche
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Wir verabschieden uns von der Johanneskirche
Nach über 70 Jahren wird die Johanneskirche am 25. Januar 2026 in einem feierlichen Gottesdienst entwidmet. Bis zum Verkauf der Immobilie wird der Lukassaal bis auf Weiteres genutzt.
Als die Gemeinde in den Jahren nach dem Krieg wuchs, wurden Gottesdienste in provisorischen Räumen gehalten. Sie gaben den Gemeindegliedern und auch den Flüchtlingen im Herzebrocker Lager Halt und Gemeinschaft. Sehr bald entstand aus der Gemeinde heraus der Wunsch nach einer eigenen Kirche in Pavenstädt.
Im Jahr 1953 konnte dann das Grundstück am Pavenstädter Weg erworben werden. Der Bau begann und die Kirche entstand unter tatkräftiger Mitwirkung vieler Gemeindemitglieder. So konnte die neue Kirche unter dem Namen Johanneskirche bereits am zweiten Advent 1954 in einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht werden. Es entstand eine lebendige Kirche im Westen unserer Stadt, in der Generationen von Güterslohern ihre kirchliche Heimat gefunden haben. Bis heute werden Weihnachtsgottesdienste und das Erntedankfest stets mit besonders aufwendiger Dekoration gefeiert.
Auch dies ist – wie so vieles andere in unserer Gemeinde – nur durch unermüdliche und tatkräftige Unterstützung engagierter Gemeindemitglieder möglich. Auch viele Gemeindefeste bleiben in guter Erinnerung. Noch bis in die 80er Jahre prägte die große Außentreppe das Bild der Johanneskirche. Doch die Gemeinde wünschte sich schon länger einen neuen, barrierefreien und großzügigeren Zugang.
Ende der 80er Jahre war es dann so weit und es entstand der Neubau des Eingangsbereichs.
Nach dem Zusammenschluss mit dem Pfarrbezirk Lukas wuchs der Bedarf an Räumen für das Gemeindeleben weiter. In einem weiteren Anbau entstand der Lukassaal,
der großzügig, freundlich und hell bis heute vielen Gruppen Raum für ihr Wirken bietet. Jede Kirche ist jedoch stets nur ein Ort, dessen Bedeutung durch das Zusammenkommen und Wirken von Gemeindegliedern ausgemacht wird – als BesucherInnen, Ehrenamtliche und Pfarrpersonen. Einige PfarrerInnen prägten in den vielen Jahren dieses Gemeindeleben in Pavenstädt besonders nachhaltig. Aufgrund kontinuierlich schrumpfender Mitgliederzahlen haben wir uns in Gütersloh bereits vor einiger Zeit aufgemacht, neue Wege in unserer Gemeinde zu beschreiten. Der Beschluss, sich von unserer Johanneskirche zu trennen, ist für viele Gemeindemitglieder sehr schmerzlich.
Wir wollen dennoch hoffen, dass auch in diesem Abschied der Zauber des Neuanfangs innewohnt. Als Christen dürfen wir zuversichtlich nach vorne schauen und vertrauensvoll in das Lied „Vertraut den neuen Wegen“ einstimmen.
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