Andacht zum Monatsspruch Oktober 2021 - Evangelische Kirchengemeinde Gütersloh

„Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.“

Hebräer 10,24

„Schlechter Umgang färbt ab.“ – sagt der Volksmund.

Hat deshalb schon vor über 5 Jahrzehnten der Sänger Franz-Josef Degenhardt gedichtet: „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sing nicht ihre Lieder. Geh doch in die Oberstadt, mach‘s wie deine Brüder.“?

Was bei Degenhardt bei genauem Hinhören eine ziemlich bittere Abrechnung mit dem damaligen Establishment war, klingt im Hebräerbrief anders – nämlich versöhnlich, fürsorglich und aufbauend.

Ja, der Umgang färbt ab – und zwar nicht nur der schlechte, sondern eben auch der gute.

„Aufeinander achthaben und einander zur Liebe und zu guten Werken anspornen“ ist etwas anderes, als den vermeintlich schlechten Umgang zu meiden. Und so eine Grundeinstellung fällt in einer Zeit, in der viele nur an sich selbst denken, auf.

„Warum machst du das ?“ werden Menschen gefragt, die sich um Geflüchtete kümmern, die sich bei der Tafel oder der Suppenküche engagieren, die ehrenamtlich in einem Sportverein oder auch der Kirche tätig sind.

Als Gemeindeglieder können wir antworten: „Ich glaube an Gott. Und seine Güte und Liebe färbt bei mir ab. Und ich kann nicht anders, als ebenfalls abzufärben.“

Fallen wir als Christinnen und Christen auf.
Färben wir ab.

Ihr Ulrich Klein, Pfarrer.

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