Zielsetzung des Kindergartens

Wir sind eine evangelische Einrichtung und haben neben der Betreuungsaufgabe einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag, der sich aus dem GTK (Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder in NRW ) ableitet.

§ 2 GTK Auftrag des Kindergartens

Der Kindergarten hat im Elementarbereich des Bildungssystems einen eigenständigen Bildungsauftrag.

Die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes und die Beratung und Information der Erziehungsberechtigten sind dabei von wesentlicher Wichtigkeit. Der Kindergarten ergänzt und unterstützt dadurch die Erziehung des Kindes in der Familie.

Der Kindergarten hat seinen Bildungsauftrag im ständigen Kontakt mit dem Elternhaus und anderen beteiligten Erziehungsberechtigten durchzuführen, und dabei insbesondere….

1. …" die Lebenssituation jedes Kindes zu berücksichtigen"

Das heißt für unsere Arbeit:

Raum und Zeit für eigene Gestaltungsideen schaffen, kein ständiges Überstülpen und Vorgeben von Inhalten.

Kinder brauchen Ruhe und Entspannung.

Kinder brauchen Kinder.

Kinder brauchen vielfältige Bewegungsmöglichkeiten.

Kinder müssen kreativ und schöpferisch tätig sein können.

2. …" dem Kind zur größtmöglichen Selbständigkeit und Eigenaktivität zu verhelfen, seine Lernfreude anzuregen und zu stärken."

Das heißt für unsere Arbeit:

... mit, aber nicht für die Kinder denken. Das heißt weiter für uns, dass wir die Kinder als Persönlichkeit sehen, die Anspruch darauf haben, dass wir ihnen zuhören und sie ernst nehmen.

3. …" dem Kind ermöglichen seine emotionalen Kräfte aufzubauen"

Das heißt für unsere Arbeit:

Gefühle der Kinder zuzulassen, sie ernst nehmen und ihnen zuhören ihnen Sicherheit und Vertrauen vermitteln Ruhe und Geborgenheit schaffen.

4. …"die schöpferischen Kräfte des Kindes unter Berücksichtigung seiner individuellen Neigung und Begabungen zu fördern"

Das heißt für unsere Arbeit:

Wir sorgen für interessante Spielbereiche, für Naturmaterialien zum Spielen und für ausreichend Spielmöglichkeiten zur Förderung der Fein- und Grobmotorik.

5. …" dem Kind Grundwissen über seinen eigenen Körper vermitteln und seine körperliche Entwicklung zu fördern"

Das heißt für unsere Arbeit:

Wir vermitteln dem Kind das notwenige Wissen über seinen Körper und bieten ihm Möglichkeiten, viele Erfahrungen zu sammeln.

In allen Bereichen ist eine Erzieherin zuständig, die beobachtet und Hilfestellungen gibt, Kinder ermutigt etwas Neues kennen zu lernen und auszuprobieren und Anregungen gibt.

Aufgrund ihrer langfristigen und intensiven Beobachtungen stellt sie Entwicklungsstände (Defizite und Stärken) fest, um daraufhin gezielte Angebote machen zu können.

6. …" die Entfaltung der geistigen Fähigkeiten und der Interessen des Kindes zu unterstützen und ihm dabei ein breites Angebot von Erfahrungsmöglichkeiten, elementare Kenntnisse von der Umwelt zu vermitteln."

Das heißt für unsere Arbeit:

Die Erzieherinnen müssen für die Kinder Möglichkeiten bereitstellen die an die Interessen der Kinder anknüpfen und sie eigene Erlebnisse und Erfahrungen sammeln können. Der Kindergarten soll Alternativen bieten und nicht den Fehler begehen zum täglichen Medien- und Spielzeugkonsum noch zusätzlich zu viele Angebote zu machen. Er sollte vielmehr die Chance wahrnehmen, den Kindern Zeit und Raum zur Verfügung zu stellen, in dem sie selbständig, oder mit Hilfe der ErzieherIn Dinge des täglichen Lebens und der Umwelt erleben und erforschen können.

Die Erzieherin greift Situationen auf, die von den Kindern ausgehen und nicht von den Erwachsenen. Das heißt für uns ganzheitliches Lernen zu ermöglichen.

Unser Bildungs- und Betreuungsangebot versteht sich in erster Linie als Hilfe zum Menschsein und nicht als kindgerechtes Spezialtraining zur späteren Erlangung der Hochschulreife.